„Für uns Menschen und zu unserem Heil“

Bischof Stephan Ackermann weiht Sebastian Kühn zum Priester

mehr info

„Für uns Menschen und zu unserem Heil“

Bischof Stephan Ackermann weiht Sebastian Kühn zum Priester


Trier – „Für uns Menschen und zu unserem Heil“: Diese Worte aus dem großen Glaubensbekenntnis der Kirche hat Sebastian Kühn als Weihespruch gewählt. Sie sollen künftig Leitwort für den priesterlichen Dienst sein; sein Leben und seinen Dienst prägen. Bischof Dr. Stephan Ackermann hat den 29-Jährigen aus Eppelborn am 8. Juni im Trierer Dom zum Priester geweiht.

Bischof Ackermann nahm den Weihespruch zum Anlass, den Blick auf das Wort „Heil“ zu lenken – ein Wort, das in der Alltagssprache so gut wie gar nicht benutzt werde, für die Religion und den Dienst der Priester aber einen hohen Stellenwert habe. Es stehe in der Nähe zum Begriff der Heiligen. Und dieses „heilig“ werde wiederum in der Bibel erstmals mit Gott selber in Verbindung gebracht. Er, der Heilige, sei unantastbar, stehe nicht zur Disposition. „Gott kann man nicht verzwecken und instrumentalisieren“, betonte der Bischof und schlug den Bogen von Gott zum Menschen. Der Mensch, nach dem Abbild Gottes geschaffen, sei somit ebenfalls geheiligt. Und weil die Heiligkeit für das menschliche Leben gelte, sei es besondere Aufgabe der Kirche und all ihrer Glieder, sich für jedes menschliche Leben einzusetzen, „auch und gerade da, wo es nicht von Nutzen zu sein scheint und als wertlos dargestellt wird“. Dort müssten umso mehr Würde und Sinn des Lebens gesehen werden. Aufgabe des Priesters sei es, Zeuge zu sein für die Heiligkeit Gottes. Gleichzeitig müsse er eintreten für die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens, dass es bewahrt und nicht mit Füßen getreten werde. „Ist dieser Anspruch aber nicht gleich zum Scheitern verurteilt?“, fragte Ackermann. Welches Leben sei nicht verletzt oder versehrt? In welchem Leben gebe es keine Brüche, die schmerzhaft und verletzend seien?

“Was für ein wunderbarer Dienst”

„Unser Leben ist nicht einfach heil“, stellte der Trierer Oberhirte fest. Umso wichtiger und wertvoller sei es, dass Gott in der Gestalt seines Sohnes zu unserer Heilung in diese Welt gekommen sei. Weil er um die Verletzungen des menschlichen Lebens wisse, habe er seinen heiligen Sohn gesandt. Nicht um seine Heiligkeit zu bewahren, sondern „um alle, die er berührt und die sich von ihm berühren lassen, zu heilen“. Bis in den Tod am Kreuz habe sich Jesus selber verwunden lassen, um den Menschen Heil zu bringen. Wie die Hostie im Sakrament der Eucharistie habe er sich zerbrechen lassen, um der Heiland zu werden. Das Wort des Heils in den Mund zu nehmen, bedeute Mut und den festen Glauben, dass da, wo Unglück, Scheitern und Schmerz im Leben der Menschen existieren, durch Gottes Wirken Heil wachsen kann. Dies erfahrbar zu machen, sei Aufgabe des Priesters, erläuterte der Bischof und schloss mit dem Bekenntnis: „Was für ein wunderbarer, großartiger Dienst!“

Bei der anschließenden Weihe legte der Kandidat nach der Anrufung des Heiligen Geistes sein Gehorsamsversprechen gegenüber dem Bischof ab. Weihelitanei, Handauflegung und Weihegebet erbaten die Kraft Gottes, des Geistes und aller Heiligen, mit deren Hilfe der Priester künftig seinen Dienst tun soll. Nach dem Anlegen des Priestergewandes salbte der Bischof die Hände des Neupriesters und überreicht ihm symbolisch Hostienschale und Kelch als Zeichen der Eucharistie.

Nach diesem Ritus nahm Sebastian Kühn als neuer Priester den Platz am Altar des Domes ein. Kühn hat in Trier studiert. Sein Pastoralpraktikum leistete er in der Pfarreiengemeinschaft Niederfischbach-Mudersbach. Als Kaplan wird er in der Pfarreiengemeinschaft Speicher eingesetzt. Weitere Informationen und eine Bildergalerie von der Weihe sindhier zu finden.

(Quelle: Bistum Trier / Foto: H. Thewalt)

Dr. Engelbert Felten verstorben

Das Bischöfliche Priesterseminar trauert um den Leiter des Instituts für Homiletik

mehr info

Dr. Engelbert Felten verstorben

Das Bischöfliche Priesterseminar trauert um den Leiter des Instituts für Homiletik


Am 03. März 2019 verstarb plötzlich und unerwartet Dr. Engelbert Felten, langjähriger Leiter des Instituts für Homiletik am Bischöfl. Priesterseminar.

Sein Tod trifft uns alle unvermittelt. Er wurde in seinem 65. Lebensjahr mitten aus dem Leben gerissen und das macht uns sehr betroffen!

Zugleich führt er uns deutlich vor Augen, dass Leben und Tod nur einen Augenblick voneinander entfernt liegen können.

Wir trauern um einen hervorragenden, kompetenten und theologisch versierten Mitbruder und Kollegen, der Generationen von (angehenden) Priestern sowie die Angehörigen der anderen pastoralen Berufsgruppen im Bistum Trier und darüber hinaus auf ihrem Weg in die Seelsorge begleitet und geprägt hat.

Seine profunde Kenntnis der Heiligen Schrift, seine Freude am Glauben, sein Interesse an moderner Literatur und Kunst sowie seine Freude am Gesang und der Musik haben ihn ausgezeichnet und zu einem Ansprechpartner für viele gemacht.

Als Priester und einfühlsamer Seelsorger war er vielen Menschen treuer Weggefährte und Freund.

Er hatte noch viele Pläne und war voller Tatendrang.

Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine große Lücke – er wird uns fehlen!

Empfehlen wir ihn und alle, die um ihn trauern, der Fürsorge unseres barmherzigen und treuen Gottes.

Möge ER in unserem lieben Verstorbenen nun vollenden, was in seinem Leben bruchstückhaft geblieben ist und ihn jetzt an SEINEM Herzen Ruhe und Frieden schenken.

Das Gedicht von Johann Pock (entnommen der Homepage www.feinschwarz.net, die der Verstorbene immer wieder konsultiert und die ihn auch je neu inspiriert hat) bringt die österliche Hoffnung zum Ausdruck, welche uns angesichts des Todes von Dr. Engelbert Felten und auch schon jetzt im Zugehen auf das kommende Osterfest erfüllt.

 

Ostern ungezügelt

Tote Knochen erheben sich
zum Tango des Lebens,
leblose Gebeine tanzen
den Reigen der Befreiten.

Ostern befreit
zu maßloser Barmherzigkeit,
grenzenloser Gerechtigkeit
und ungebändigter Liebe.

Der Raum ist entgrenzt,
die Fernsten sind nahe
und Fremde gibt es nicht mehr.

Die Zeit ist entfesselt.
Kein zu spät oder zu früh mehr.
Anbruch von Gegenwart
im Horizont des Ewigen.

Und über allem
tönt ungezügelt
der Freudenschrei des Auferstandenen:
Halleluja!

Trier, im März 2019

Msgr. Michael Becker, Regens

Oliver Laufer-Schmitt, Subregens

Johanna Schneider, Fachleiterin des Instituts für Pastoralpsychologie am Bischöflichen Priesterseminar


Nachfolgend dokumentieren wir die Predigt von Regens Msgr. Becker, die er beim Gedenkgottesdienst am 15.03.2019 in der Jesuitenkirche gehalten hat.

Kommunitätswochenende mit Feier der Admissio

Auf den Spuren des Nikolaus von Kues

mehr info

Kommunitätswochenende mit Feier der Admissio

Auf den Spuren des Nikolaus von Kues


 

Auch wenn das Jahr erst begonnen hat, stand für die Seminargemeinschaft des Trierer Priesterseminars einer der Höhepunkte des gemeinsam Kommunitätsjahres bevor. Am Lichtmess-Wochenende kamen die Trierer Seminaristen aus Frankfurt, Lantershofen und aus den unterschiedlichen Pfarreien des Pastoralkurses in Trier zum Kommunitätswochenende zusammen. Den gemeinsamen geistlichen Start bildete eine abendliche eucharistische Anbetung. In dieser haben wir ganz besonders für die vier Mitbrüder gebetet, welche am folgenden Tag mit der Feier der Admissio, der feierlichen An- und Aufnahme der Bewerber als Weihekandidaten.

Am Samstagmorgen brachen wir nach der Hl. Messe mit Kerzenweihe und dem gemeinsamen Frühstück nach Münstermaifeld auf. Während dieses Kommunitätswochenendes machten wir uns auf den Weg, um den Spuren des Nikolaus von Kues zu folgen. Nikolaus besaß zahlreiche Ämter und Pfründe, unter anderem eben auch in Münstermaifeld. Pfarrer Guido Lacher führte uns durch die dortige Pfarrkirche, St. Martin und Severus, eine wahre Burg Gottes im Maifeld. Sie war früher Teil der Propstei, in der Cusanus gewirkt hat. Dort fing für uns die Spurensuche an.

Nach der Kirchenbesichtigung ermöglichte Prof. Euler, Fundamentaltheologe an der Theologischen Fakultät Trier und großer Cusanus Experte und Forscher, weitere Einblicke in das Leben und Wirken dieses großen Mannes. Nachdem nun der erste Zugang gelegt war, ging es dann gegen Mittag für uns weiter zum Herzstück seines Wirkens und Lebens in unserem Bistum. Unsere Spurensuche führte uns nach Bernkastel-Kues. Dort wurde er 1401 geboren. Der Ort ließ ihn jedoch trotz Karriere und einem überreichen Lebenswerk, das ihn viel reisen ließ, nie los. 1458 gründete er in Kues das Cusanusstift. Es sollte für 33 hilfsbedürftige Männer ein Ort der Ruhe und der Genesung werden. Bis heute ist es ein Alten- und Pflegeheim. Im Grunde ist es eines der ältesten und seitdem ständig intakten Pflegeheime seiner Art. Cusanus war aber nicht nur Bischof und Kardinal, er war auch Jurist, Stratege, Universalgelehrter und ein wissbegieriger und interessierter Mensch. Von all dem konnten wir uns selbst bei einer Führung durch das Cusanusstift, der Bibliothek und der Kapelle ein Bild machen. Dieses wurde anhand eines zweiten Impulses von Prof. Euler, in dem er uns vor allem einige Werke des Cusanus, wie zum Beispiel „De docta ignorantia“ vorstellte, abgerundet.

Am Nachmittag stieß auch unser Bischof Stephan zu unserer Gruppe hinzu. Gemeinsam mit der Kommunität, der dortigen Gemeinde und eigenen Gästen feierten wir mit unserem Bischof die Feier der Admissio im Rahmen einer Pontifikalvesper. In dieser sehr beeindruckenden Feier, in der vier Mitbrüder unter die Kandidaten für das Weihesakrament aufgenommen wurden, predigte Bischof Stephan über priesterliches Verhalten. Ausgehend von der Lesung der Vesper und dem dortigen Bild eines Hohenpriesters, stellte der Bischof ein aktuelles Problem der Priester dar. Er sprach über den Spagat, den ein solcher machen muss. Es gibt Geistliche, die sich auf dieselbe Stufe wie das Volk stellen und keinen Unterschied zwischen sich und der Gemeinde sehen. Demgegenüber gibt es Geistliche, die viel zu sehr sich selber sehen und sich selbst viel zu hochstellen. Ein wahrer Priester muss diese Spannung aushalten und sie für sich lösen. Er muss sich seiner Rolle und seines Amtes bewusster werden und auch die besondere Position einnehmen, die ihm die Kirche verleiht, aber nie abheben, sondern die Bodenhaftigkeit stets bewahren. Dies gelingt in der wahren Ausrichtung des eigenen Lebens auf Jesus Christus. Die Kandidaten versprechen mit ihrem „Ich bin bereit“ der Kirche zu dienen. Doch sie müssen in aller erster Linie bereit sein, sich voll und ganz Christus anzuvertrauen und ihm nachzufolgen. Die Feier der Admissio ist dabei ein wichtiges Etappenziel. Nach den Beauftragungen zum Lektoren- und Akolythendienst geht es nun für die Bewerber mit großen Schritten auf die Weihen zu, in denen sie vor der Kirche Ihr Leben ganz und gar in die Nachfolge Christi stellen. Unter die Weihekandidaten aufgenommen wurden: Christian Kossmann, Stephan Schmidt, Jonas Staudt und Mathias Kremer (v.l.n.r.).

Einen schönen Ausklang dieses sehr erlebnisreichen Tages war ein gemeinsames Abendessen mit allen Seminaristen, Gästen und dem Bischof. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Dechant Moritz, der uns sehr herzlich in Bernkastel-Kues willkommen geheißen hat und im Vorfeld, aber auch am Tag selbst mit seinem Team alles getan hat, um uns einen guten Aufenthalt zu gewähren.

Am Sonntag feierten wir, wieder gut in Trier angekommen, die Hl. Messe mit unserem Regens, einigen Felixianern und natürlich unseren Schwestern. Den sehr gemütlichen und reichen Schlusspunkt bildete darauf folgend ein gemeinsamer Brunch in vertrauter Runde und heiterer Geselligkeit. Es war mal wieder schön in der Heimat zusammen zu kommen, sich auszutauschen bevor es dann wieder für uns alle an die unterschiedlichen Ausbildungsorte ging. (as)

Ein Loblied auf das Küchenteam

Ehrung der besonderen Art

mehr info

Ein Loblied auf das Küchenteam

Ehrung der besonderen Art


 

Es hat sich herumgesprochen und ist kein Geheimnis: Das Essen im Priesterseminar ist vorzüglich! Immer frisch, immer abwechslungsreich und raffiniert. Deshalb bedanken sich die Gäste, die regelmäßig dort mittags speisen, jeden Januar für die herausragenden Genüsse, die das Küchenteam über das Jahr hinweg auf die Teller zaubert. So wurden als Anerkennung und zum Dank schon Sterne vergeben und goldene Kochlöffel überreicht.

Doch am 9. Januar 2019 war alles anders und das Küchenteam erlebte eine Ehrung der besonderen Art: Dieses Mal stimmten alle  Essensgäste in ein Loblied ein. Großen Anteil an dieser Überraschung hatten die kreativen Felixianer. Unter der musikalischen Leitung von Frederic Horf und der Gitarrenbegleitung von Daniela Süß wurde das Lied „Ihr seid großartig“ gesungen, das Tereza Kuhn eigens zum Lob auf die Küche verfasst hatte in Anlehnung an das Lied „Du bist heilig“ aus dem „Ad majorem“ (Liederbuch der Jesuiten mit neuem geistlichen Liedgut). So geehrt nahmen drei Mitarbeitende der Küche und drei der Schwestern – stellvertretend für das ganze Team – ein mit Trinkgeld gut gefülltes Sparschwein und eine Schachtel Pralinen entgegen und bedankten sich herzlich bei der Gesangsschar aus Felixianern und Stammgästen. (ar)

Besuch vom Nikolaus

Bischof Nikolaus besucht mit seinen Engeln das Priesterseminar

mehr info

Besuch vom Nikolaus

Bischof Nikolaus besucht mit seinen Engeln das Priesterseminar


Auch in die Frühstückspause der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Priesterseminars, der Bibliothek, der Schwestern und des Felixianums kam der Bischof Nikolaus heute mit seinen Engeln persönlich. Da es sich um Kinder “im fortgeschrittenen Alter” handele, hat er ausnahmsweise sogar selbst ein Gedicht vorgetragen. Außerdem scheinen sich alle gut benommen zu haben, denn alle standen im goldenen Buch und bekamen einen Nikolaus aus Schokolade. Nikolaus ist eben ein guter Mann! (ols)

Der Berg kommt zum Propheten

Erste Diakonweihe außerhalb des Trierer Doms Weihbischof Peters und Sebastian Kühn

mehr info

Der Berg kommt zum Propheten

Erste Diakonweihe außerhalb des Trierer Doms Weihbischof Peters und Sebastian Kühn


Niederfischbach – Die katholische Pfarrkirche St. Mauritius und Gefährten in Niederfischbach auf der Trierischen Insel erlebte am 24. November eine Premiere: Weihbischof Jörg Michael Peters weihte Sebastian Kühn zum Diakon. Es war die erste Diakonweihe, die nicht im Hohen Dom zu Trier stattfand.

Der Kandidat habe dies selbst vorgeschlagen, erläuterte der Weihbischof im Anschluss an die Heilige Messe. So musste nicht die Gemeinde nach Trier fahren, sondern, „der Berg kommt zum Propheten“, äußerte sich Peters humorvoll. Dies sei ein positives Zeichen. Wobei die Regel der Weihe im Hohen Dom nicht außer Kraft gesetzt sei, betonte der Weihbischof.

Sebastian Kühn ist vor seiner Priesterweihe im kommenden Sommer für die Zeit der praktischen-theologischen Ausbildung als Praktikant in der Pfarreiengemeinschaft Niederfischbach-Mudersbach im Dekanat Kirchen eingesetzt. Seine Schwerpunkte sind die Begleitung von verschiedenen Gruppen in der Pfarrei und das Predigen.

Der 29-Jährige kommt aus dem saarländischen Calmesweiher. So hieß Weihbischof Peters zu Beginn der Messe die „Saarländer unter uns“, die Familie des Seminaristen des Bischöflichen Priesterseminars, die Weggefährten und die Pfarrangehörigen willkommen. Er begrüßte namentlich den Mitzelebranten, den Pastor der Pfarreiengemeinschaft Niederfischbach-Mudersbach, Christoph Kipper, sowie eine Schulklasse der Integrierten Gesamtschule Betzdorf-Kirchen, an der Kühn Religionsunterricht gibt.

„Einer ist da“, sagte der Weihbischof in seiner Predigt, „der sich bereiterklärt hat, das Dienstamt zu übernehmen.“ Deshalb sei es ein besonderer Tag für das Bistum Trier. Jesus habe seine Jünger gelehrt, sich nicht bedienen zu lassen, sondern zu dienen. Es gebe bekanntermaßen nur wenige Kandidaten. „Der Priesternachwuchs ist stark rückläufig. Wir alle könnten Gründe dafür benennen“. Sich als Diakon auf den Weg zu machen in den kirchlichen Dienst, sei eine Herausforderung, auch vor dem Hintergrund der Strukturreform im Bistum Trier.

Während des Gottesdienstes in Niederfischbach erklärte sich der Kandidat Kühn vor dem Weihbischof und der Gemeinde bereit, das Amt des Diakons anzunehmen. Er versprach dem Bischof in die Hand Ehrfurcht und Gehorsam. Es folgten die Anrufung der Heiligen durch die Gemeinde und die Weihe des neuen Diakons durch Handauflegung und Gebet. Anschließend bekam Sebastian Kühn die Stola und das liturgische Gewand angelegt und das Evangelium überreicht, zu dessen Verkündigung er nun bestellt ist.

Der Weihbischof legte dem nun geweihten Diakon „Würde, Bescheidenheit und Lauterkeit im Wesen“ ans Herz. Er solle mit den Füßen unter den Sorgen der Menschen stehen und ihnen die Hoffnung auf Jesus Christus weitergeben. Der Bischof nahm aber auch die Gläubigen in die Pflicht: „Die Berufung zum Christsein und zur Heiligkeit richtet sich an alle Getauften.“

Der feierliche Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet vom Kirchenchor „Cäcilia“ Niederfischbach/Harbach und von der Schola des Bischöflichen Priesterseminars Trier. Sebastian Kühn hat Theologie in Trier und Freiburg studiert. Das Sakrament der Priesterweihe empfängt Sebastian Kühn voraussichtlich am 8. Juni 2019 durch Bischof Dr. Stephan Ackermann – dann im Hohen Dom zu Trier.

(Bericht: https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/der-berg-kommt-zum-propheten/ /Foto: Florian Becker)

Informationswochenende “Priester werden”

Vom 7.-9.12.2018 besteht wieder die Möglichkeit für Interessierte, sich über den Beruf des und die Ausbildung zum Priester zu informieren

mehr info

Informationswochenende “Priester werden”

Vom 7.-9.12.2018 besteht wieder die Möglichkeit für Interessierte, sich über den Beruf des und die Ausbildung zum Priester zu informieren


– Fühlst auch Du Dich von Gott angesprochen, herausgerufen, berufen…
– Hast Du schon mal daran gedacht, Priester zu werden…
– Fragst Du Dich, ob der Priesterberuf für Dich das Richtige ist…
– Willst Du erfahren, wie ein Priester lebt und was er tut…
– Interessierst Du Dich, wie Priester im Bistum Trier ausgebildet werden…

Dann komm zum Info-Wochenende „Priester werden”

Gemeinsam verbringen kannst Du die Tage mit anderen Interessenten, und der Seminarleitung im Priesterseminar in Trier. Dort hast Du die Möglichkeit andere „Gerufene“ kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, auch über die Ausbildung zum Priester im Bistum Trier.

BEGINN: Freitag, 7. Dezember 2018, 17.30 Uhr
ENDE: Sonntag, 9. Dezember 2018, 13 Uhr
Alter: 16 – 35 Jahre
LEITUNG: Subregens Oliver Laufer-Schmitt
ORT: Priesterseminar Trier
KOSTEN: keine

Anmeldung bis 30. November 2018

Anmeldung & Infos:
– Schreibe eine Mail an subregens@ps-trier.de
– oder einen Brief an Subregens Oliver Laufer-Schmitt
Bischöfliches Priesterseminar Trier, Jesuitenstr. 13, 54290 Trier

Folgende Daten sollten in die Anmeldung rein:
– Dein voller Name und Geburtsdatum
– Deine Anschrift, Mailadresse und Telefon- oder Handynummer
– Deine derzeitige Beschäftigung (Schule, Ausbildung, Studium, Arbeit)
– Der Name Deiner Heimatpfarrei
– Wenn Du jünger als 18 Jahre bist, schicke uns mit Deiner Anmeldung bitte eine schriftliche Teilnahmeerlaubnis Deiner Erziehungsberechtigten zu.

Personelle Veränderung im Priesterseminar

Entpflichtung des Spirituals auf eigenen Wunsch

mehr info

Personelle Veränderung im Priesterseminar

Entpflichtung des Spirituals auf eigenen Wunsch


Pfarrer Ulrich Laux hat Bischof Dr. Stephan Ackermann aus persönlichen Gründen darum gebeten, ihn zum 01.11.2018 von seinen Aufgaben als Spiritual am Priesterseminar Trier zu entpflichten. Der Bischof hat  Regens Becker heute mitgeteilt, dass er dieser Bitte nachkommt.

Die Nachfolge des Spirituals ist bisher noch nicht geregelt, werde aber zügig in Angriff genommen, wie der Bischof zugesichert hat. Ort und Zeitpunkt für die Verabschiedung des Spirituals stehen bisher noch nicht fest.

Regens Becker dankt dem Spiritual auf diesem Weg für seine hier im Haus und auch darüber hinaus geleisteten Dienste von über fünf Jahren, die er neben seiner Stelle als Leiter der Diözesanstelle für Exerzitien, geistliche Begleitung und Berufungspastoral (DEB) mit beherztem Engagement und großer Leidenschaft erfüllt hat.

 

Sr. Gertrudis M. Scheiba feiert ihr Goldenes Professjubiläum


mehr info

Sr. Gertrudis M. Scheiba feiert ihr Goldenes Professjubiläum


Am Fest Kreuzerhöhung, dem 14.09.2018, auf den Tag genau 50 Jahre nach dem Ablegen ihrer ersten feierlichen Profess, hat die Oberin des Schwesternkonventes von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern des hl. Karl Borromäus im Bischöflichen Priesterseminar, Sr. Gertrudis M Scheiba, ihre Goldene Ordensprofess feiern können.

Diese fand in einem Festgottesdienst in der Jesuitenkirche des Priesterseminars statt, dem Diözesanbischof Dr. Stephan Ackermann vorstand. Es konzelebrierten neben Weihbischof Jörg Michael Peters und Bischofskaplan Domvikar Marco Weber auch Regens Msgr. Michael Becker, Subregens Oliver Laufer-Schmitt und Spiritual Ulrich Laux. Daneben nahmen auch drei weitere Mitschwestern der Jubilarin, die damals mit ihr in Berlin ihre erste Profess abgelegt haben, zwischenzeitlich alle in Trier leben und somit ebenfalls ihren Goldenen Professtag begehen konnten, teil. Es sind dies die Schwestern Maria-Renate Luda  und M. Christiane Tischer vom Mutterhaus sowie Schwester Gerhild Adamczak vom Petrisberg.

Außerdem feierten Generaloberin Sr. M. Elisabeth Mues, die drei Mitschwestern aus dem Konvent des Priesterseminars, weitere Mitschwestern aus dem Mutterhaus sowie Verwandte und persönliche Gäste der Jubilarin den Gottesdienst mit.

Der Bischof gratulierte den Jubilarinnen zu Beginn der Eucharistiefeier und dankte für 50 Jahre Treue in der Nachfolge des Herrn. An diesem Festtag seien alle Mitfeiernden anwesend, um den Dank zu vervielfachen.

Regens Becker dankte der Jubilarin in seiner Predigt für das Zeugnis ihrer Treue, das sie in den 50 Jahren durch alle Höhen und Tiefen hindurch abgelegt habe sowie für die vielen unterschiedlichen Dienste, die sie seit den mittlerweile 23 Jahren ihres Wirkens im Priesterseminar an Generationen von Seminaristen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie auch an den Mitgliedern des Hausleitung verrichtet habe. Zugleich wünschte er ihr, dass es ihr auch weiterhin gelingen möge, sich vertrauensvoll und demütig unter das Geheimnis des Kreuzes zu stellen.

Der Eucharistiefeier fügte sich ein Sektempfang mit einigen Grußworten sowie ein festliches Mittagessen an, zu dem sich auch der Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing, ehemaliger Regens im Trierer Priesterseminar, zu der Gästeschar gesellte.

Überrascht wurde die Jubilarin dort auch von dargebotenen Gesängen eines sich aus Angestellten des Hauses im Vorfeld des Jubiläums spontan gebildeten Chores, der von Pastoralpraktikant Bernd Schütz dirigiert und musikalisch begleitet wurde.

Der Festtag schloss mit einer gesungenen Vesper in der Pey-Kapelle.

(MB)

 

Bestellung einer betrieblichen Datenschutzbeauftragten

Regens bestellt Frau Doris May zur betrieblichen Datenschutzbeauftragten

mehr info

Bestellung einer betrieblichen Datenschutzbeauftragten

Regens bestellt Frau Doris May zur betrieblichen Datenschutzbeauftragten


 

Gemäß § 36 der Anordnung über den kirchlichen Datenschutz (KDO) (KA 2018 Nr. 65) hat der Regens des Bischöflichen Priesterseminars Trier mit Wirkung vom 24.5.2018 Frau Doris May zur betrieblichen Datenschutzbeauftragten bestellt.

Ihr Zuständigkeitsbereich ist das Bischöfliche Priesterseminar mit den Bereichen Felixianum, Bibliothek und Theologische Fakultät.

Trier, den 24. Mai 2018

Zwei Deutsche stehen vor der Seligsprechung

Einer davon ist der Jesuitenpater Wilhelm Eberschweiler

mehr info

Zwei Deutsche stehen vor der Seligsprechung

Einer davon ist der Jesuitenpater Wilhelm Eberschweiler


Laut Vaticannews stehen zwei Deutsche vor der Seligsprechung. Einer davon ist der Jesuitenpater Wilhelm Eberschweiler, dessen Gebeine in der Kirche des Bischöflichen Priesterseminars in Trier, gemeinhin Jesuitenkirche genannt, beigesetzt sind. Hier findet man die Meldung des Vatikans: https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2018-05/seligsprechung-promulgation-dekret-heroischer-tugendgrad.html

„Du aber folge mir nach!“

Bischof Ackermann weiht Rudolf Esser, Michael Meyer und Kevin Schirra zu Priestern

mehr info

„Du aber folge mir nach!“

Bischof Ackermann weiht Rudolf Esser, Michael Meyer und Kevin Schirra zu Priestern


„Du aber folge mir nach!“ – Diesen Vers aus dem Johannes-Evangelium haben die drei Kandidaten als Weihespruch ausgewählt. Die im Gottesdienst gehörten letzten Verse des Evangeliums von Johannes, sagte Bischof Ackermann in seiner Predigt, gehen zurück an den Anfang des Wirkens Jesu, an den See von Tiberias. Zweimal fordere er Petrus im Gespräch zur Nachfolge auf. „Damit ist dieser Satz Klammer und Schlüsselwort für die christliche Existenz“, so der Bischof. Es sei gut, dass Jesus die Wiederholung gebraucht. Auch aus Sicht der Weihekandidaten sei es wichtig gewesen, das Wort und den Ruf Jesu immer wieder zu hören. Ihre Entscheidung für den priesterlichen Dienst habe nur wachsen können, indem Jesus ihnen wiederholt zu Herzen geredet habe.

Die Frohe Botschaft zu den Menschen bringen in der Nachfolge Jesu

„Warum aber wählen sie dieses Wort als Weihespruch? Geht es jetzt nicht darum, Jesus zu den Menschen zu bringen?“, fragte der Trierer Oberhirte und deutete die Entscheidung so: Natürlich gelte es, die Frohe Botschaft zu den Menschen zu bringen. Aber das geschehe eben nicht im Vorausgehen, sondern in der Nachfolge Jesu. „Auch nach 30 Jahren als Priester entdecke ich immer neue Aspekte und Tiefen im Evangelium Christi. Er bleibt mir mit seinem Wort immer voraus“, stellte Bischof Ackermann seine persönliche Erfahrung dar. Den drei Kandidaten machte er Mut, sich auch künftig zu hinterfragen und beunruhigen zu lassen vom Wort Jesu. Dadurch erwachse das Bekenntnis, dass Jesus lebt. „Von einem Toten kann ich höchstens Ideen aufgreifen. Nachfolge ist aber nur bei einem Lebendigen möglich.“ Und so seien die Priester gefordert, Christus nachzugehen dorthin, wohin er unterwegs ist, also zu den Menschen in den Gemeinden, zu denen, die über Jesus sprechen und seinen Namen tragen. Aber der Weg Jesu führe auch zu den Leidenden, den Armen und Ausgegrenzten, zu Menschen, die auf der Verliererseite stehen oder am Leben verzweifeln.

An Rudolf Esser, Michael Meyer und Kevin Schirra gewandt betonte Ackermann, dass der Tag der Priesterweihe zwar das Ende der Ausbildung bedeute. „Im letzten Versprechen der Weiheliturgie aber wird deutlich, dass Sie sich Tag für Tag enger mit Christus dem Herrn verbinden wollen.“ Damit bezeichne der Weihetag den Beginn der Nachfolge, in der die Priester immer glaubwürdigere Zeugen der Botschaft Christi werden. Auch wenn es in der Realität des Alltags vielleicht mühsamer werde, diesem Weg zu folgen, sagte Bischof Ackermann abschließend: „Das macht nichts. Hauptsache, wir bleiben in seiner Spur!“

Neue Priester stammen aus Jünkerath-Glaad, Landsweiler und Marpingen

Rudolf Esser, geboren in Gerolstein, stammt aus Jünkerath-Glaad in der Pfarreiengemeinschaft Obere Kyll. Nach seinem Diakonat in der Pfarreiengemeinschaft Waldrach wird er ab August als Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Neustadt/Wied tätig sein. Aus Lebach-Landsweiler stammt Michael Meyer, dessen theologische Studien ihn unter anderem über Freiburg, Granada, Bolivien und Aachen führten. Als Kaplan wird er in der Pfarreiengemeinschaft Völklingen bleiben. Zusätzlich ist er Erkunder und Mitglied in der Teilprozessgruppe „Missionarische Teams/Freiwilliges missionarisches Jahr“ im Rahmen der Synodenumsetzung. Kevin Schirra aus Marpingen studierte Theologie in Trier, Freiburg und München und absolvierte sein Diakonat in der Pfarreiengemeinschaft Mayen. Als Kaplan wird er ab August in der Pfarreiengemeinschaft Losheim am See eingesetzt. Mehr Informationen über die Neupriester sind hier zu finden.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes lag bei Domorganist Josef Still, dem Kirchenchor Maria Himmelfahrt Marpingen unter der Leitung von Regionalkantor Sebastian Benetello und der Schola des Bischöflichen Priesterseminars mit Kantor Cedric Latz.

Weitere Fotos sind auf der Facbook-Seite des Bistums zu finden.

(Quelle: Bistum Trier https://bit.ly/2Iwc5YF / Foto: privat))

Wann kommt das Neue? Und woher kommt es?

Theologenwochenende 2018 des Bistums Trier

mehr info

Wann kommt das Neue? Und woher kommt es?

Theologenwochenende 2018 des Bistums Trier


Die Synode im Bistum Trier hat uns viel Neues gebracht. Allem voran neue Perspektiven und neue Denkansätze, wie sich Kirche in der Gegenwart gestalten kann. Damit ging sie los. Die Suche nach dem Neuen. Die Suche danach, wie der neue Schwung der Synode sich im Leben der Gemeinden konkret verwirklichen und sich Kirche nach der Synode erneuern kann.

Gemeinsam auf die Suche gemacht haben sich auch die zukünftigen Hauptamtlichen für die pastorale Arbeit des Bistums, die sich zurzeit in der Ausbildung zum Priester und Diakon, zum Pastoralreferenten / zur Pastoralreferentin oder zum Gemeindereferenten / zur Gemeindereferentin befinden. Studierende all dieser genannten Berufsgruppen sind dazu auf einem Theologenwochende, das vom 27. bis zum 29.04.2018 in der Jugendherberge Trier stattfand, zusammengekommen um über (neue) Entwicklungen im Bistum zu diskutieren, sich aber daneben auch besser kennenzulernen und miteinander in einen Austausch zu kommen. Intensiv wurde sich thematisch mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich in Kirche von Heute und Morgen das ‚Neue‘ verwirklichen kann und wie die eigene Rolle, wie der eigene Beruf vor diesem Hintergrund verstanden und gegebenenfalls (neu) definiert werden kann. Um ein Nachdenken über diese Fragen anzuregen und zu vertiefen, gab es die Möglichkeit, inspirierende Projekte aus dem Bistum kennenzulernen, die etwas von dem, was das ‚Neue‘ sein kann, bereits verwirklichen. Vorgestellt wurde in diesem Zusammenhang das Projekt ‚Lokale Kirchenentwicklung mit weltkirchlichen Impulsen’ wie es exemplarisch in der Pfarrei Bernkastel-Kues durchgeführt wird. Pfarreien haben hier die Möglichkeit mit kleinen christlichen Gemeinschaften (SSC) aus Ländern wie Indien oder den Philippinen in Kontakt zu kommen, um sich so für ihre eigene pastorale Praxis inspirieren zu lassen. Ebenso wurde das Eifeler „Dauner Viadukt“ präsentiert, ein Projekt, in dem von Seiten des Dekanats Daun ein Netzwerk verschiedener Institutionen initiiert wurde, welches gemeinsam Ideen und Projekte zum Thema des intergenerationalen Arbeitens entwickelt. Auch der Begegnungsort ‚Palaver‘, der einen Treffpunkt für Flüchtlinge und alle anderen interessierten Menschen im Ruwertal darstellt, konnte besucht werden. Daneben konnte die vielseitige Arbeit für Frauen im Projekt ‚Frauentraum – Kirche von und mit Frauen‘ kennengelernt werden. Vertreter der Messdiener-Romwallfahrt des Bistums stellten zudem ihre neu entwickelten Organisationskonzepte vor, die beispielsweise die Beteiligung ehrenamtlicher Jugendlicher aus dem gesamten Bistum ins Auge fassen. Angebote für und mit Jugendlichen zu gestalten, bildet auch den Schwerpunkt der vorgestellten Arbeit der ‚Jugendkirche Mia‘ des Dekanats Losheim-Wadern.

Was Stand der aktuellen Entwicklungen in der Synodenumsetzung ist, präsentierte den Studierenden Christian Heckmann, Leiter der Stabsstelle für die Umsetzung der Synode im Bistum Trier. Auch Bischof Dr. Stephan Ackermann tauschte sich in einer Gesprächs- und Diskussionsrunde mit den Studierenden über Fragen zum Thema Synode, aber auch über aktuelle kirchenpolitische Themen aus. Ausgeklungen ist das Wochenende mit der Feier einer Hl. Messe, die gemeinsam mit dem Bischof gefeiert wurde.

(Nina Jungblut und Judith Michels)

Lektoren- und Akolythatsbeauftragung in Sankt Georgen

Sieben Trierer Seminaristen wurden durch den Hamburger Weibischof Horst Eberlein beauftragt

mehr info

Lektoren- und Akolythatsbeauftragung in Sankt Georgen

Sieben Trierer Seminaristen wurden durch den Hamburger Weibischof Horst Eberlein beauftragt


Um das Evangelium verkünden und teilen zu können, müssen wir auch selber nach Gott dürsten und immer wieder neu nach ihm fragen, seine Wege zu gehen suchen und die Erfahrung der geschwisterlichen Begegnung mit ihm machen. Mit diesen Wünschen beauftragte der Hamburger Weihbischof Horst Eberlein  Sankt Georgener Seminaristen als Akolythen und Lektoren. Wir beglückwünschen die neubeauftragten Lektoren und Akolythen, unter denen auch 7 Trierer Seminaristen sind, und wünschen ihnen Gottes Segen für ihren Dienst.

Mehr Vernetzung und Kooperation

Experten diskutieren über Zukunft der Priesterausbildung

mehr info

Mehr Vernetzung und Kooperation

Experten diskutieren über Zukunft der Priesterausbildung


Trier – Wie sieht angesichts der sinkenden Zahl von Priesteramtskandidaten die Zukunft des Priesterberufs aus und was bedeutet das für die Ausbildung der Kandidaten? Darüber haben Experten und Theologiestudierende in Trier diskutiert. Bei einer Podiumsdiskussion plädierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine stärkere Vernetzung und gute Kooperationen in der Ausbildung und eine betont missionarische Ausrichtung des Priesterberufs.

Unter den Podiumsgästen war auch der Priester und Buchautor Thomas Frings, der mit seinem Buch „Aus, Amen, Ende. So kann ich nicht mehr Pfarrer sein“ 2016 ein großes öffentliches Echo auslöste. Von Moderator Professor Walter Euler auf seine Entscheidung angesprochen, erklärte der inzwischen in einem Benediktinerinnenkloster lebende Frings: „Meine Entscheidung war kein Schnellschuss. Im Lauf einiger Jahre wurden die Gemeinden, wo ich tätig war, immer wieder aufgelöst und fusionierten zu größeren Einheiten. Ich war also immer der letzte Pfarrer der Gemeinde.“ Das habe er als demotivierend empfunden, genau wie das Gefühl, nur noch eine „Kirche für Kinder“ zu machen. Die Eltern seien für Taufen, Kommunion und Firmung gekommen, hätten aber selbst nicht wirklich etwas mit Kirche zu tun haben wollen. Ob die jüngsten Podiumsteilnehmer, der angehende Priester Patric Schützeichel und die Theologiestudentin Carolin Müller, angesichts dieser Erfahrungen nicht abgeschreckt seien, Berufe in der Seelsorge zu ergreifen, wollte Moderator Euler wissen. Sie habe viel Lebendigkeit in der katholischen Jugendarbeit erfahren und fühle sich dadurch gestärkt, erwiderte Müller, die sich in der Schönstatt-Bewegung engagiert. Auf ihre Zukunft in einem Seelsorgeberuf gehe sie daher gelassen zu. Wichtig finden sie und Priesteramtskandidat Schützeichel eine theologische Ausbildung, die Schwerpunkte auf die Gemeinschaft setzt. „Es ist wichtig, dass man sich mit den anderen Kandidaten über den eigenen Glauben austauschen kann, dass man sprachfähig gemacht wird und so authentisch ein Zeugnis des eigenen Glaubens geben kann“, sagte Schützeichel. Die Kooperation und Vernetzung über das eigene Bistum hinaus sei daher wichtig, wenn in Priesterseminaren immer weniger Kandidaten lebten und studierten.

Die Podiumsgäste diskutierten in diesem Zusammenhang, ob es Alternativen zur Ausbildung im Seminar geben könne. In St. Georgen, einem Seminar bei Frankfurt, kämen die Seminaristen aus ganz Deutschland und könnten sich über ihre Berufung, ihren Glauben und ihre Berufswahl austauschen, berichtete der Regens Pater Herbert Rieger. „Es ist wichtig, dass die Kandidaten sehen: Ich mache mich nicht alleine auf den Weg.“ Modelle, wie sie etwa in Paris praktiziert werden, wo Priesteramtskandidaten einem Pfarrer zugeordnet werden und vor Ort lernen, sehe er für Deutschland kritisch. „Ich bin da skeptisch, denn schon jetzt haben die Pfarrer vor Ort ja immer weniger Ressourcen. Ich wüsste nicht, wie sie sich noch nebenbei um die Ausbildung kümmern sollten.“ Dem stimmte auch Professor Pater Karl Wallner, emeritierter Rektor der Hochschule Heiligenkreuz in Österreich zu. Die Hochschule und das dortige überdiözesane Priesterseminar Leopoldinum erfahren derzeit großen Zulauf, entgegen der Entwicklung andernorts, berichtete er.

„Das Seminar ist eine unverzichtbare Erfahrung. Die jungen Leute, die zu uns kommen, sind sehr individuell, da braucht es eine Phase der ‚Einwurzelung‘, wo sie sich klar werden können über ihre Berufung.“ Theologiestudentin Müller mahnte aber an, dass die Kandidaten möglichst nicht isoliert in den Seminaren leben dürften – der Praxisbezug und die Nähe zur Lebenswelt der Menschen, auch den kirchenfernen, sei wichtig. So könne sie sich durchaus vorstellen, dass Priesteramtskandidaten zumindest eine Zeit lang in Wohngemeinschaften in Pfarreien lebten.

Einig waren sich die Podiumsgäste, dass der missionarische Charakter des Priesterberufs in Zukunft eine maßgebliche Rolle spielen muss. „Der Abwärtstrend bei den Zahlen von Gläubigen und von Priestern ist noch lange nicht unten angekommen. Dem müssen wir aktiv entgegensteuern“, forderte Wallner. „Wer nicht wirbt, stirbt, lautete mal ein Motto. Das gilt auch für uns.“ Die klassische Priesterausbildung, die die Bewerber darauf vorbereite, eine vorhandene Pfarrei gut zu betreuen und zu strukturieren, greife da nicht mehr. „Wir müssen die Leute erreichen wollen mit unserer Botschaft, und wir müssen auch wachsen wollen.“

Bild: Priester und Buchautor Thomas Frings, Theologiestudentin Carolin Müller, Ehepaar Prof. Dr. Ludger Müller und Dr. Petra Ritter-Müller, Priesteramtskandidat Patric Schützeichel, Pater Herbert Rieger, Professor Pater Karl Wallner (vlnr.)

„Folge mir nach!“ (Lk 9,51-62)

Gemeinsames Wallfahrtswochenende der Seminarkommunität mit Feier der Admissio

mehr info

„Folge mir nach!“ (Lk 9,51-62)

Gemeinsames Wallfahrtswochenende der Seminarkommunität mit Feier der Admissio


Dass die Nachfolge Jesu nicht immer einfach ist, zeigt nicht nur das Lukasevangelium im 9. Kapitel auf eine eindrückliche Weise, sondern auch eine Wallfahrt an der Saar entlang. Doch bevor wir uns mit allen Trierer Seminaristen aus den verschiedensten Richtungen auf den Weg zur Wallfahrtskirche nach Saarburg-Beurig aufgemacht haben, starteten wir unser gemeinsames Wochenende am Freitag mit Gebet, Anbetung und einem ansonsten sehr gemütlichen Abend.

Am Samstagmorgen fuhren wir dann, nachdem Bischof Stephan zu uns gestoßen war, mit dem Zug nach Wiltingen, von wo aus wir unsere kleine Wallfahrt an der Saar begannen. Auf dem Weg begleiteten uns sowohl das Gebet, aber auch das Hochwasser der Saar, sodass auch die Füße vom Wasser nicht verschont blieben. Mit ein bisschen Zuversicht und der guten Führung des Bischofs durch den matschigen Untergrund erreichten wir schließlich die Wallfahrtskirche in Beurig, wo wir nach abschließendem Gebet herzlich vom dortigen Kaplan Florian Dienhart, aber auch von Mitgliedern der Pfarrei mit einer kräftigen Suppe und leckerem Kuchen begrüßt wurden – an dieser Stelle noch einmal vielen Dank! Daran anschließend hatten wir ein sehr anregendes Gespräch mit dem Bischof, in dem die brennenden Fragen der Kommunität hinsichtlich des Priesterbildes nach der Synode und zum Thema Berufungspastoral diskutiert werden konnten.

Am Abend empfingen 5 unserer Seminaristen (Erik Hau, Carsten Mayer, Dominik Schmitt, Bernd Schütz, Patric Schützeichel) innerhalb der Vesper mit der Gemeinde die Admissio, d.h. ihre Aufnahme unter die Kandidaten für das Weihesakrament – ein weiterer Schritt auf dem Weg in die Nachfolge Jesu.

Doch auch nach dem gemeinsamen Abendessen zeigte sich, dass manche Wege nicht immer einfach sind, vor allem wenn sie mit der Bahn zurückgelegt werden, die unsere Ankunft am Trierer Hauptbahnhof um mehr als eine Stunde verzögerte. Dennoch konnten wir morgens unser Wochenende mit der Messe und einem reichhaltigen Brunch abschließen. Alles in allem also ein Wochenende, an dem die Schwierigkeit so manchen Weges im gemeinsamen Unterwegssein erfahrbar wurde, verbunden natürlich mit viel Spaß und fröhlichem Austausch. (mk)

Was glaubst du denn?

Drei jungen Leute, die ihre Religion auf ganz unterschiedliche Weise leben, die aber vieles verbindet.

mehr info

Was glaubst du denn?

Drei jungen Leute, die ihre Religion auf ganz unterschiedliche Weise leben, die aber vieles verbindet.


Patric Schützeichel, einer unserer Seminaristen, wurde über einen längeren Zeitraum von einem SWR-Redakteur begleitet, um so Einblicke darin zu bekommen, wie er seinen Glauben lebt und wie es mit seinem Wunsch aussieht, in heutiger Zeit Priester werden zu wollen.

Aus dem Material ist jetzt ein Beitrag für das Schulfernsehen entstanden. Er steht unter der Überschrift „Was glaubst Du denn?“ und berichtet, neben Patric Schützeichel, auch noch über zwei junge Gläubige anderer Religionen bei der Auseinandersetzung mit ihrer jeweiligen Religion.

Zitat: “Es ist ein Teil meiner Identität – Zweifel gehören dazu.“ Laila, Boris und Patric sind gläubig. Die drei jungen Leute leben ihre Religion auf ganz unterschiedliche Weise, aber vieles verbindet sie. Laila ist Muslimin, Boris Jude und Patric Katholik. Jeder von ihnen kennt die Auseinandersetzung mit Vorurteilen, das Befremden aber auch die Neugier von Freunden und Familien. In ihren religiösen Gemeinschaften fühlen sie sich zu Hause, das Gebet und die Einhaltung der religiösen Vorschriften und Riten sind wichtige Teile ihres Lebens. Sie sind der Welt zugewandt und versuchen auf verschiedenen Wegen Spiritualität und Alltag zu verbinden. Zukunftsvisionen, Liebe, Glück, Gottesverständnis und Toleranz sind für sie wichtige Themen.
Die Sendung begleitet die drei jungen Gläubigen bei der Auseinandersetzung mit ihrer Religion.“

Dieser Schulfernsehfilm ist jetzt online gegangen; er wird vorab ins Schulfernsehangebot zur ARD Themenwoche “Was glaubt Deutschland” eingefügt.

http://www.planet-schule.de/sf/filme-online.php?film=10559&reihe=1460

Die Fernsehausstrahlung findet statt am Dienstag, den 14.11.2017 um 7:00h. Didaktische Ergänzungen für den Schulunterricht sind wohl in der Mache und werden ergänzt.