Propädeutikum

Erste Phase der Ausbildung

 

Voraussetzung
– Bewerbung und Aufnahme

Ziel
Im Propädeutikum geschieht eine Einführung in das geistliche Leben und die Liturgie der Kirche. Gleichzeitig wird durch das Sozialpraktikum der untrennbare Zusammenhang von Gottesdienst und Dienst an den Menschen deutlich. Ein Glaubenskurs führt in grundlegende Bereiche des Glaubens ein. Darüber hinaus werden erste kirchenmusikalische Kenntnisse vermittelt.

Das Propädeutikum beginnt jeweils im Oktober eines jeden Jahres.
– Die erste Phase findet im Rahmen des Orientierungs- und Sprachenjahres Felixianum statt, das auch für andere Teilnehmer geöffnet ist.
– Die zweite Phase findet als dreiwöchige propädeutische Phase zur Vorbereitung auf das Studium in Sankt Georgen zusammen mit Priesteramtskandidaten aus anderen Bistümern in Dresden statt.

Ausbildungselemente im Propädeutikum
– Einführung in das geistliche Leben und die Liturgie
– Sozialpraktikum in einer sozial-caritativen Einrichtung
– Kennenlernen unterschiedlicher Spiritualitätsformen
– Einführung in persönliches Gebet und Schriftlesung
– Exerzitien
– Glaubenskurs
– Bibelkurs
– Reflexionskurs
– Einführung in Theologie und Philosophie
– Einführung in Liturgie, Diözesankirchengeschichte und Kirchenmusik
– Stimmbildung und Sprecherziehung

“Ziel der propädeutischen Phase ist es, Männern, die sich für den Beruf des Weltpriesters entschieden haben, in einer Zeit der Vorbereitung ein umfassenderes Verständnis der Identität des Priestertums zu vermitteln, eine Glaubensvertiefung und Einführung in das geistliche Leben zu ermöglichen, Einübung in die vita communis und praktische Erprobung, Reflexion der eigenen Biografie und Vertiefung der Motivation.” (vgl. Pastores dabo vobis, Nr. 62)

Drei Dimensionen bestimmen die Priesterausbildung und werden im Propädeutikum grundgelegt:

Geistliches Leben und menschliche Reifung
“Die propädeutische Phase bietet eine erste Einführung in das geistliche Leben und die Teilnahme an der Liturgie, Erfahrungen im Gebet, Vertiefung im bewusstem Empfang der Sakramente sowie Reflexion der eigenen Biografie zu einer besseren Klärung und Vertiefung der eigenen Motivationen für die Entscheidung zum Priestertum.”

Theologische Bildung
“Ist die propädeutische Phase zwar dem eigentlichen Studium vorgelagert, so enthält sie dennoch Elemente theologisch-wissenschaftlicher Grundlegung, bspw. in der Vertiefung des Verständnisses der Sakramente oder in einem Grundkurs des Glaubens.”

Pastorale Befähigung
“Im Rahmen der propädeutischen Phase sind einzelne soziale und pastorale Einsätze der Kandidaten zur verstärkten Wahrnehmung der realen Lebenssituation der Kirche möglich.”