Das Priesterseminar ist eng mit der Theologischen Fakultät Trier verbunden. Es unterhält eine wissenschaftliche Bibliothek und ein Institut für Pastoralpsychologie und Homiletik.

Theologische Fakultät

Theologische Fakultät

 

Eine Theologische Fakultät gab es bereits an der alten Universität Trier, die 1473 eröffnet und 1798 durch die französische Revolutionsregierung aufgehoben wurde. (Vgl. die Angaben der Universität zur Geschichte der Universität Trier.) Von 1805 bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war das Bischöfliche Priesterseminar Institution und Ort theologischer Lehre und Forschung in Trier.

Durch Urkunde vom 5. Juni 1950 hat Papst Pius XII. die zweite Theologische Fakultät Trier als kirchliche Hochschule päpstlichen Rechts am Bischöflichen Priesterseminar Trier errichtet; sie wurde am 30. September 1950 eröffnet.

Durch Erlass der Regierung von Rheinland-Pfalz vom 22. August 1950 wurde die neu errichtete Theologische Fakultät als Hochschule mit allen akademischen Rechten, insbesondere dem der Verleihung akademischer Grade und dem der Habilitation, staatlich anerkannt.

Mit der 1970 in Trier gegründeten staatlichen Universität ist die Theologische Fakultät Trier auf der Grundlage eines am 28. September 1970 zwischen dem Bistum Trier und der Landesregierung Rheinland-Pfalz geschlossenen Kooperationsvertrages verbunden. Die Kooperation zwischen der Universität Trier und der Theologischen Fakultät Trier ermöglicht das Angebot fachbereichsübergreifender Studiengänge. Vorlesungsverzeichnis, Studienführer und Forschungsbericht werden gemeinsam herausgegeben.

Mit Beginn des Sommersemesters 1992 verlegte die Theologische Fakultät Trier ihren ersten Standort in die Universität Trier (Fachbereichsgebäude E); doch finden weiter Lehrveranstaltungen am zweiten Standort (Priesterseminar Trier, Jesuitenstr. 13) statt. Hier befinden sich auch die Bibliothek des Priesterseminars als theologische Fachbibliothek mit etwa 515.000 Bänden sowie die Promotionsaula. Im Bereich der Universitätsbibliothek steht im Fachlesesaal „Theologie“ (Lokalzeichen 80) eine Präsenzbibliothek mit etwa 10.000 Bänden zur Verfügung.

Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier

Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier

 

Die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars besteht als solche seit 1805 und zählt mit einem Gesamtbestand von mittlerweile über 550.000 Medien zu den größten kirchlich-theologischen Fachbibliotheken Deutschlands.

Neben ihrer namensgebenden Funktion als Seminarbibliothek dient sie der Theologischen Fakultät Trier als Hochschul- sowie dem Bistum Trier als Diözesanbibliothek. Darüber hinaus verwahrt die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars seit 1936 die Dombibliothek. Als öffentlich- wissenschaftliche Spezialbibliothek steht sie zudem allen Einwohnern des Bistums Trier sowie des Erzbistums Luxemburg zur Nutzung offen.

Das Sammelprofil der Seminarbibliothek umfasst primär Literatur aus den Bereichen Theologie und Philosophie sowie ergänzend aus benachbarten Fächern wie Geschichte, Kunst und Musik. Hinzu kommen umfangreiche Sondersammlungen zu den Gebieten: Geschichte des (Erz-)Bistums Trier, seiner Pfarreien, Verbände und Institutionen (sog. „Trevirensia”), Nikolaus von Kues, Friedrich Spee, Hildegard von Bingen, Stefan Andres, Hieronymus Jaegen sowie zur Heilig-Rock-Wallfahrt. Daneben verfügt die Bibliothek über eine große Faksimile-Sammlung künstlerisch bedeutender Handschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit.

Als primäres Recherche-Mittel steht den Benutzern ein Online-Katalog (OPAC) zur Verfügung, der über die Nutzer-PCs in der Bibliothek oder vom privaten PC über die Webseite der Bibliothek (bps-trier.de) aufgerufen werden kann. Für die Suche nach älteren, noch nicht im OPAC verzeichneten Beständen, stehen zudem ein Mikrofiche- sowie mehrere Zettelkataloge zur Verfügung. Auf Wunsch wird deren Nutzung erläutert.

Mit ihrem historischen Lesesaal bietet die Seminarbibliothek dem Besucher nicht nur eine ansprechende Lernumgebung sondern auch eine ideale Studien- und Arbeitsinfrastruktur. 22 Arbeitsplätze mit Internetzugang und Einzelplatzbeleuchtung stehen dort zur Verfügung. Die gut 10.000 Bände umfassende Präsenzbibliothek beinhaltet neben allgemeinen Handreichungen zum wissenschaftlichen Arbeiten und diversen Nachschlagewerken, Grundlagenliteratur und Quellenwerke zu allen Bereichen der Theologie, Philosophie und Kirche.

Im Ausleihbereich stehen mehrere (PC-)Arbeitsplätze mit Internetzugang, zwei Druck- und Kopiereinheiten sowie ein Flachbett- und ein Auflage-Scanner zur Verfügung. Hier befinden sich zudem weitere Nachschlagewerke sowie eine große Auswahl wichtiger Fachzeitschriften.

Zum Angebot der Bibliothek gehört auch ein Kulturprogramm mit Ausstellungen und Vorträgen zu Themen aus der Theologie, Buchwissenschaft und Regionalgeschichte.

Institut für Pastoralpsychologie und Homiletik

Institut für Pastoralpsychologie und Homiletik


Das Institut wurde 1985 am Seminar errichtet und beherbergt zwei unterschiedliche Fachbereiche:

Fachbereich Pastoralpsychologie
Seit mehr als 30 Jahren gehört ein pastoralpsychologisches Curriculum zum festen Bestandteil der Priesterausbildung im Bistum Trier. Die entsprechenden Kurse sind darauf ausgelegt, die menschliche Reife der Kandidaten zu fördern und diese zum Dienst als Seelsorger zu befähigen.

Selbst-, Gottes- und Nächstenliebe sollen zunehmend zu einer Einheit werden. Verantwortlich für diesen Ausbildungsbereich ist Johanna Schneider. Das Curriculum gliedert sich wie folgt:

I. Felixianum / Propädeutikum
Reflexionskurs zur persönlichen und spirituellen Identitätsfindung und Lebensplanung

II. Studienphase
Kommunikationskurs
Grundkurs in pastoraler Gesprächsführung
Einführung in die Seelsorgepraxis: Klinische Seelsorge (KSA)

III. Berufseinführungsphase
Aufbaukurs in pastoraler Gesprächsführung
Supervisionskurs 1
Supervisionskurs 2
Supervisionskurs 3

Fachvertreterin Pastoralpsychologie
Johanna Schneider
Tel.: +49 (651) 9484-116
E-Mail: johanna.schneider@ps-trier.de

 

 

Fachbereich Homiletik
Die homiletische Ausbildung verantwortet Dr. Engelbert Felten. Besonders in der Zeit von Pastoralkurs und Pastoralpraktikum stellt die Predigtausbildung einen Schwerpunkt dar. Bedingungsfeldanalyse, Elementarisierung und lernpsychologisches Aufbaumodell sind nur einige Stichworte, die den Horizont dieses Ausbildungsganges umschreiben.

Fachvertreter Homiletik
Dr. Engelbert Felten
Tel.: +49 (0160) 5006076
E-Mail: engelbert.felten@ps-trier.de

Euchariuswerk

Euchariuswerk

Gebets- und Fördergemeinschaft für geistliche Berufe

 

Herr Jesus Christus,
Bruder und Freund.
Du bist mit uns auf dem Weg und sorgst für uns,
weil wir dir wertvoll sind.
Wir danken dir, dass du uns in deine Nähe gerufen hast
und uns teilhaben lässt an deiner göttlichen Sendung.
Wir bitten dich,
hilf allen, die du in deine besondere Nachfolge berufen willst,
deine Stimme zu hören,
deinen Ruf zu folgen und
deine Verheißung zu vertrauen.

 

Ziel

Das Euchariuswerk – 1928 von Bischof Franz Rudolph Bornewasser gegründet und nach dem Gründerbischof der Diözese Trier, dem heiligen Eucharius benannt – ist eine Gemeinschaft von Christinnen und Christen im Bistum Trier. Sie kommen dem Auftrag des Herrn nach: „Die Ernte ist groß. aber es gibt nur wenige Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden” (Lk 10,2).

In diesem Anliegen bilden die Mitglieder des Euchariuswerkes eine Gebets- und Solidargemeinschaft.

Aufgaben

Die Mitglieder des Euchariuswerkes machen sich folgende Anliegen zu Eigen: Als Gebetsgemeinschaft beten sie regelmäßig für die Priester und die Kandidaten des Priesteramtes sowie für alle Frauen und Männer, denen in besonderer Weise ein Dienst in der Kirche aufgetragen ist. Nach Möglichkeit nehmen sie an Eucharistiefeiern und Gebetsstunden im Anliegen geistlicher Berufe teil. Als Solidargemeinschaft entrichten sie einen jährlichen Beitrag und unterstützen damit im Bedarfsfall Priesterkandidaten des Bistums Trier.

Berufung

Alle sind berufen zur Heiligkeit und zur ganzen Hingabe an Gott. Berufung geht jede und jeden an. Diese Weite im Verständnis von Berufung ist wichtig, denn der erste Schritt zur Förderung von Berufungen besteht in der Wertschätzung des einzelnen Menschen. Die Ernte ist riesengroß. Wer hebt den kostbaren Schatz der Berufung?

Kirche

Die grundlegende Gemeinsamkeit und Würde bedeutet nicht Gleichmacherei.In der Kirche als Gemeinschaft der Berufenen gibt es verschiedene Dienste, Ämter und Gnadengaben, damit einem jeden geholfen wird, seine Berufung fruchtbar zu leben. Darum brauchen wir Priester. Wir brauchen wieder mehr Priester. Denn ohne diese gibt es keine katholische Kirche.

Gebet

Manche Dinge sind nicht sichtbar und doch sind sie sehr wichtig. Das Grundwasser zum Beispiel. Wir sehen es nicht. Wenn es aber fällt, vertrocknen die Bäume. Das ist ein Bild für die Wichtigkeit des Gebets um Berufungen. Im Reich Gottes wächst nichts, was nicht getragen ist von Gebet zu Gott, der allein Wachstum und Gedeihen schenkt. Es braucht über das notwendige Planen und Handeln hinaus eine Aufwertung des Gebetes.

Adresse und Informationen

EUCHARIUSWERK IM BISTUM TRIER
JESUITENSTR. 13      54290 TRIER
FON 06 51 / 94 84-0      FAX 06 51 / 9484 – 152
E-MAIL: regens.becker[at]ps-trier.de

 

SPENDENKONTO

PAX BANK eG
IBAN: DE06 3706 0193 3000 1850 85
BIC: GENODED1PAX