“Es fühlt sich bis heute immer noch richtig an.”

Antonio Jagodin

Mein Name ist Antonio Jagodin, bin 21 Jahre alt und im Saarland geboren und aufgewachsen. Nach meinem Realschulabschluss habe ich von 2014-2017 das Oberstufengymnasium in Merzig besucht und dort mein Abitur im Fachbereich Gesundheit gemacht. Noch im selben Jahr nahm ich dann am Felixianum, dem Orientierungs- und Sprachenjahr des Bistums Trier teil. Derzeit studiere ich im dritten Semester kath. Theologie für das Bistum Trier in Sankt Georgen, Frankfurt.

Der Wunsch Priester zu werden kam schon in der Grundschule. Doch mit 15 Jahren wurde er immer stärker. Es gab für mich kein bestimmtes „Aha-Moment“ an dem ich beschreiben könnte, weswegen ich Priester werden möchte. Es sind vielmehr die kleinen Ereignisse, die mich zu diesem Schritt geführt haben. Sei es das Messdienersein, die Arbeit in der Pfarrei oder Gespräche mit der Familie, Freunden oder auch Unbekannten. Je näher aber das Abitur kam, desto ängstlicher wurde ich bzgl. des Wunsches Priester zu werden. Für mich war klar, dass ich Priester werden will, aber doch habe ich mir das nicht zugetraut. Als ich dann zu dem Interessentenwochenende des Bistum Trier gefahren bin, war am Ende für mich klar, dass es nichts für mich ist. Aber keine zwei Wochen später, kam der Wunsch wieder auf. Daraufhin bin ich fünf Tage in ein Kloster gefahren, um dort in Stille und Einsamkeit nach einer Antwort zu suchen. Am Ende dieser Tage, habe ich dann meine Bewerbung an das Priesterseminar gesendet und es hat sich gut angefühlt und es fühlt sich bis heute immer noch richtig an. Besonders weil es kein Weg ist, den ich alleine gehen muss. Seien es die anderen Seminaristen im Seminar, meine Familie und Freunde oder auch meine Pfarrei, die für ich betet.

Das heißt aber (leider) nicht, dass es immer einfach ist. Gerade in der jetzigen Zeit, wo viel über Veränderungen in der Kirche gesprochen wird und auch vieles in unserem Bistum verändert wird, denke ich oft, bist du noch mit deinen Werten und Charismen gewollt bzw. kann du das überhaupt mittragen, was sich verändert. Je mehr Gedanken ich mir darüber mache, desto klarer wird es für mich. Die Botschaft Jesu bleibt die selbe, egal was sich strukturell auch verändern mag und das ist wohl möglich auch ein Grund, warum ich Priester werden möchte. Mit Menschen auf dem Weg zu sein und die Botschaft Jesu immer neu zu verkünden und zu leben.

Ich glaube, wenn mein Leben ohne diese Steine abgelaufen wäre, dann würde ich nicht mehr kath. Theologie studieren. Erst in den schwereren Momenten habe ich erkannt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Und ich hoffe bzw. ich glaube auch zu wissen, dass immer neue Steine kommen werden, aber auf die freue ich mich so verstanden schon.

Als Priester möchte ich mit Menschen auf dem Weg sein und die Botschaft Jesu immer neu verkünden und leben.