Bischof Ackermann hat Heiko Rainer Gaub und Mathias Kremer zu Priestern geweiht:Zwei Neupriester für das Bistum Trier

Trier – „Stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes!“ Dieses Wort aus der Weiheliturgie haben Heiko Reiner Gaub (*1994) aus der Pfarrei St. Lutwinus Mettlach und Mathias Kremer (*1994) aus der Pfarrei St. Marien Trierweiler-Sauertal über ihre Priesterweihe am 4. Juli 2026 im Trierer Dom gestellt. Bischof Dr. Stephan Ackermann nannte das Kreuz das „Logo des christlichen Glaubens“ und führte der Gottesdienstgemeinde die gesamte Textstelle vor Augen: „Nimm hin die Gaben des Volkes für die Feier des Opfers. Bedenke, was du tust, ahme nach, was du vollziehst, und stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes.“ In seiner Predigt formulierte er daraus Hinweise und Erkenntnisse für den priesterlichen Dienst.
So stünden Hostienschale und Kelch, Brot und Wein als die „Gaben des Volkes“ für das ganze Leben: für den harten Alltag ebenso wie die Freude und das Festliche – alles, was die feiernde Gemeinde in diesem Moment bewege. Wenn der Priester diese Gaben nun auf dem Altar darbringe, werden sie „ergriffen von der Liebe Jesu. Sie hat die Kraft, die Gaben zu verwandeln – und mit ihnen diejenigen, die sie gebracht haben, um sie dann wieder zu empfangen“.
„Das Geheimnis des Lebens, der Gemeinschaft, der Liebe“

Die Aufforderung an den Priester zum „Bedenken und Nachahmen“ bedeute, nie zu vergessen, „für wen und mit wem“ er Gottesdienst feiere und nie nur „Zeremonienmeister“ zu sein, als habe die Feier nichts mit der eigenen Person zu tun. „Lass Dich immer wieder neu von der Dynamik der Hingabe, die in dieser Feier steckt, ergreifen, nicht nur für die Dauer des Gottesdienstes, sondern für dein alltägliches Leben!“ rief der Bischof den beiden Männern zu. Denn der Gottesdienst „will in das konkrete Leben führen. Und das konkrete Leben soll immer wieder zurückfinden können in den Gottesdienst“. Dann werde klar: Mit dem ‚Geheimnis des Kreuzes‘ sei nicht ein „dunkles, lebensverneinendes Geheimnis“ gemeint, sondern „das Geheimnis des Lebens, der Gemeinschaft, der Liebe“.
Nach der Predigt folgte der sogenannte Heilig-Geist-Hymnus; die Weihekandidaten legten ihr Versprechen gegenüber dem Bischof ab und lagen während der Weihelitanei als Zeichen, dass sie sich ganz Gottes Willen anvertrauen, ausgestreckt auf den Boden. Mit der Handauflegung durch den Bischof und die anwesenden Priester, das Weihegebet und die „ausdeutenden Riten“ – das Anlegen von Stola und Messgewand, die Salbung der Hände mit Chrisam, die Übergabe von Brot und Wein – war die Weihe vollzogen.
Berufung als persönlicher Weg und Weg in Gemeinschaft

Bischof Ackermann hob auch die Rolle der Gemeinde bei der Priesterweihe hervor. Zwar sei der Weg zur Berufung „sehr persönlich, ja unvertretbar“; zugleich sei es aber auch ein Weg in Gemeinschaft: „Die beiden Männer stünden heute nicht hier ohne uns. Wir bestätigen, was Gott an den beiden getan hat, mit unserem ‚Amen‘. Unser ‚Ja‘ ist Ausdruck von Gottes ‚Ja‘“.
Dies spiegelte sich in der Gottesdienstgemeinde wider, zu denen die Familien, Freundinnen und Freunde, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Vertretungen aus den Heimat- und Einsatzgemeinden von Gaub und Kremer gehörten. Konzelebranten waren Weihbischof Robert Brahm als aktuell Verantwortlicher für die Priesterausbildung, Pfarrer Msgr. Dr. Michael Kneib (Bad Kreuznach), der Spiritual des Priesterseminars Jan Lehmann, Pfarrer Thomas Schmitt (Mettlach) und Pfarrer Hermann Zangerle (Lebach); es assistierten die Diakone Johannes Gold und Timo Wacht.
Lektorin war Pastoralassistentin Elena Sachen-Wirtz; die musikalische Gestaltung übernahmen ein Projektchor der Pfarrei St. Lutwinus Mettlach unter der Leitung von Dr. Dennis-Jens Ernst und der Männergesangverein Dansenberg e.V. unter der Leitung von Christoph Zimnol, die Schola des Bischöflichen Priesterseminars Trier unter der Leitung von Kantor Lars Felix Reiplinger, das Bläserquintett der Pfarrei St. Lutwinus Mettlach sowie David Keller an der Chororgel und Marcel Eliasch an der Hauptorgel.
Heiko Reiner Gaub wird als Kaplan in der Pfarrei Kaisersesch Heilige Maria arbeiten; Mathias Kremer in der Pfarrei Bad Kreuznach Hl. Kreuz. Weitere Informationen und Porträts der beiden Neupriester sind unter https://www.bistum-trier.de/unser-bistum/personen-und-aemter/geweiht-beauftragt/priester/ zu finden.
