“Ausstrahlung” steckte an

Patric Schützeichel

 

Mein Name ist Patric Schützeichel, ich bin 21 Jahre alt, komme aus Roßbach bei Waldbreitbach und studiere im 3. Semester Theologie. Wenn ich meinen Weg beschreiben soll, so kann ich zunächst sagen, dass ich eine „klassische Karriere“ in der Ministrantenarbeit durchlaufen habe: Nach der Erstkommunion wurde ich Messdiener, später dann Verantwortlicher in der Messdienerarbeit und in der Jugend der Pfarrei. Die Pfarrei war für mich mein gewohntes Umfeld, ich bin in ihr groß geworden.
In dieser Zeit des Wachstums durfte ich zwei sehr prägenden Personen begegnen, zwei Kaplänen, die nacheinander ihre Stelle in der Pfarrei hatten. Zunächst hatte ich Kontakt zu ihnen in der Jugendarbeit, dann aber auch darüber hinaus. Ihre vorbildhafte Wirkung und ihr „Ausstrahlen“ steckten an. Es sprang ein Funke über und ich merkte, wie sinnvoll und wie glücklich machend ein Leben als Priester sein kann. Mehr und mehr hatte ich selbst den Wunsch, auch genau so, auf diese lebensfrohe, ansteckende Weise Menschen zu begegnen und mit ihnen etwas von der Schönheit des Glaubens zu teilen. Stückweise konnte ich die Gedanken an den Priesterberuf, den eigenen Wunsch, Priester zu werden zunächst klarer fassen und dann die Hürde überwinden, auch einmal mit jemandem darüber zu sprechen. Schließlich wollte ich wissen, wie das geht: Priester werden. In vielen Gesprächen mit meinen Ansprechpersonen, den beiden Kaplänen, habe ich zunächst zögerlich, dann aber immer klarer meine Sehnsucht ausdrücken können. Ich besuchte die Informationstage im Priesterseminar. Und danach wurde es noch klarer: ich war entschlossen, mir anzuschauen, wie der erste Ausbildungsabschnitt im Priesterseminar aussieht.
Nach dem Abitur schrieb ich meine Bewerbung – und wurde aufgenommen in das Propädeutikum, den ersten Ausbildungsschritt, noch vor dem Theologiestudium.
Heute, im 2. Semester kann ich das Propädeutikum rückblickend als eine wertvolle Zeit bezeichnen, in der ich mich entschließen konnte, den Weg im Priesterseminar weiter zu gehen. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass ich so lange, wie es mir dort gut geht, im Priesterseminar bleiben darf und dass ich, solange es Gottes Wille ist, ich meinen Weg in der Nachfolge Schritt für Schritt mit IHM weitergehen darf.