Seminarforum mit Diözesanbischof Dr. Stephan Ackermann

Seminarforum mit Diözesanbischof Dr. Stephan Ackermann

Am 17. Januar, gleich zu Beginn des neuen Jahres, besuchte uns Bischof Stephan und nahm am Seminarforum, zu dem auch die Mitglieder des Propädeutikums eingeladen waren, teil. In einem offenen Gespräch gab uns der Bischof dabei Anteil an seinen derzeitigen Überlegungen und Planungen. Er sprach dabei vom „Leben in bewegten Zeiten“, die es aber immer schon im Leben der Kirche gegeben habe und wohl auch weiterhin geben werde. Die derzeitigen Herausforderungen aufgrund des Rückgangs der finanziellen und personellen Ressourcen führten zugleich auch zu einer notwendigen Diskussion über die Inhalte unserer Arbeit als Kirche in heutiger Zeit und über die Prioritätensetzungen, die vorzunehmen seien. „Die Diskussionen über den sexuellen Missbrauch zwingen uns zu mehr Ehrlichkeit, Nüchternheit und Wahrhaftigkeit“, so der Bischof. Positiv erwähnte er die Vorbereitungen auf die Heilig-Rock-Wallfahrt, die allmählich in die entscheidende Phase eingetreten seien. Hier sei auch zu erwähnen, dass sich die Evangelische Kirche in einer besonderen Weise inhaltlich mit einer eigenen Orientierungshilfe darauf vorbereite und einstelle. Bei den Ehrenamtlichen in den Gemeinden steige zudem das Interesse an einer inhaltlichen Vergewisserung über den Glauben. Er stelle eine neue Suche nach Werten fest, die die Menschen miteinander verbinden und die Gesellschaft zusammenhalten. Dazu könne und wolle die Wallfahrt mit ihren unterschiedlichen Angeboten und ihrer geistlichen Dimension sowie auch mit ihrem Festcharakter einen besonderen Beitrag leisten und die Gemeinsamkeit aller Gläubigen untereinander stärken. Im Anschluss daran sei es ihm wichtig, einen synodalen Prozess in unserem Bistum zu initiieren, der die Wallfahrt sozusagen fortführt und in dem durch gemeinsame Beratung aller Glieder des Volkes Gottes die vorhandenen Kirchenbilder und die unterschiedlichen Kirchenerfahrungen miteinander ausgetauscht werden sollen. Es dürfe aber nicht nur bei einer Beratung bleiben, sondern er erwartet sich von einem solchen Prozess auch konkrete Ergebnisse. In einem anschließenden Gespräch mit den Studenten und der Hausleitung war der Bischof auch ein aufmerksamer Zuhörer. Der Dialog setzte sich bei einem Treffen in der Kellerklause, zu dem der Regens eingeladen hatte, fort.

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