Projekttag zum Thema Schöpfungsverantwortung

Projekttag zum Thema Schöpfungsverantwortung

Am Samstag, dem 12. November hat sich das Priesterseminar Trier ganz dem Thema Schöpfungsverantwortung gewidmet. In Zeiten von Klimagipfeln und Lebensmittelskandalen, von Ausbeutung der Arbeitskräfte in den Billiglohnländern dieser Welt und vielen anderen Problemen wollten auch wir ein Zeichen für nachhaltiges Wirtschaften setzen. So haben wir den Tag morgens damit begonnen, uns spielerisch dem Thema zu nähern, indem wir uns in Kleingruppen die unterschiedlichen Positionen von Umweltaktivisten und Kirche, aber auch von Wissenschaftlern, die den Klimawandel leugnen, und von Wirtschaftsunternehmen erarbeitet haben. Diese Positionen wurden anschließend in einer fiktiven Talkrunde miteinander diskutiert. Wie das in der Realität aussieht, konnte uns im Anschluss Pater Roberto Alda, Rektor der Steyler Missionare in St. Wendel, in einem Vortrag erklären. Dem Vortrag war zu entnehmen, dass die schwierigen Arbeitsbedingungen und die wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA und Japan in seiner philippinischen Heimat große Themen sind, die nur schwer zu lösen sind, da viele der großen Unternehmen der Welt nicht bereit sind, höhere Löhne zu zahlen oder ein sinnvolles Sozialsystem zu schaffen. In der anschließenden Messe machte er uns in der Predigt unsere Verantwortung für die Zukunft der Erde und der Menschen bewusst. Am Nachmittag machten wir uns dann zum Hofgut Serrig auf. Das Hofgut stellt viele Lebensmittel selbst her und hat eine große Viehwirtschaft. Alle Produkte werden von dem Betrieb selbst vermarktet, was natürlich höhere Preise zur Folge hat. Aber man hat im Gegenzug auch die sichere Gewissheit, dass die Qualität und die Arbeitsbedingungen vor Ort gut sind. Vor der Rückfahrt stand noch eine Fahrt mit einer historischen Feldbahn über die Weiden und Stallungen des Hofguts auf dem Programm. Wieder zurück haben sich dann alle in die Küche zur selbstständigen Vorbereitung des Abendessens begeben - selbstverständlich mit Lebensmitteln aus der Region. Mit diesem kulinarischen Highlight endete der Projekttag. Am Abend des anstrengenden Tages stand die allgemeine Erkenntnis, dass wir alle – wenn auch mit begrenzten Möglichkeiten –, darauf achten können, wie wir mit den begrenzten Ressourcen der Erde umgehen, um Gottes Schöpfung zu bewahren.

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