Karlsfest mit Einweihung einer neuen Statue des Heiligen
Anlässlich des Patronatsfestes des Bischöflichen Priesterseminars in Trier hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 4. November in der Jesuitenkirche eine neue Statue des heiligen Karl Borromäus eingeweiht. Karl Borromäus (1538–1584) ist der Patron des Priesterseminars. Er war Kardinal und Erzbischof von Mailand. Bei der neuen Statue handelt es sich um eine rund 1,60 Meter hohe und 120 Kilogramm schwere Bronzeplastik des Wittlicher Künstlers Sebastian Langner. Karl Borromäus ist in einer leichten Drehung und mit Blick auf das Kreuz über dem Altar dargestellt „wie in einem Aufbruch, von denen es so viele in seinem Leben gab, aber zugleich innehaltend und durch die Blickbeziehung eindeutig auf Jesus Christus gewendet“, erklärte der Künstler sein Werk. Der Heilige strahle Selbstbewusstsein und Gottvertrauen aus. Gleichzeitig erinnere seine Haltung an die Tugend der christlichen Demut. Die Plastik stehe zwischen gegenständlicher Darstellung von Gesicht und Händen und einer deutlichen Abstraktion und eröffne so zwei Sichtweisen: Zum einen die Begegnung im als realistisch empfundenen Porträt. „Aber auch die assoziative Erinnerung, die Menschen zu allen Zeiten mit Ideen und Wirken des Karl Borromäus bis in die Gegenwart verbinden.“ In seiner Predigt nahm Bischof Ackermann Bezug auf die Person des Karl Borromäus. Dessen Reformerfolge als Mailänder Bischof hätten auf zwei Elementen beruht: Auf der Verkündigung, den Predigten, die er selbst gehalten habe und auf den synodalen Aktivitäten. „Uns allen ist klar, dass der Bischof nicht allein von sich aus einen bestimmten pastoralen Weg dekretieren kann“, betonte der Trierer Bischof. Ein solcher Weg müsse gemeinsam gefunden werden; nicht nur, um eine möglichst große Akzeptanz zu erzielen, sondern auch um von Anfang an die unterschiedlichen Perspektiven einzubeziehen. „Das ist der Grund dafür, warum ich für die Zeit nach der Heilig-Rock-Wallfahrt die Idee eines breit angelegten Beratungsprozesses mit synodalem Charakter ins Spiel gebracht habe", erklärte der Bischof, „in dieser Idee fühle ich mich übrigens durch keinen Geringeren als den Patron unseres Seminars, Karl Borromäus, sehr bestärkt.“ Das Hochfest fand im anschließenden Empfang und Abendessen mit vielen Gästen seinen Abschluss.
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