Jesus Christus auf der Spur - Israel 2010

Jesus Christus auf der Spur - Israel 2010

Gemeinsam mit 21 Priesteramtskandidaten hat der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann vom 7. bis zum 12. September das Heilige Land besucht. „Die Fahrt war ein Geschenk des Seminars zur Amtseinführung des Bischofs“, erklärte der Regens des Trierer Priesterseminars, Michael Becker. Er wünsche sich für die angehenden Priester vor allem eine Stärkung im Glauben und die Förderung der Gemeinschaft. Auch solle die Reise den Seminaristen einen „Realitätssinn“ für die eigene und andere Religionen erschließen.

Erste Station war Jerusalem. Von dort machten die Pilger Ausflüge nach Betlehem und nach Qumran. „Diese Stätten sind heilig geworden durch das Gebet tausender Pilger und wir dürfen sie geistlich sehen, diese Stätten, und so die Fußspur Jesu erkennen“, erklärte der Trierer Theologie-Professor Reinhold Bohlen, der ebenso wie die Leitung des Trierer Priesterseminars die Gruppe begleitete. Ein besonderer Höhepunkt sei der Besuch der Grabeskirche gewesen. „Für mich war es ein sehr ergreifendes Erlebnis am Grab Jesu zu stehen.“, berichtet Christian Düppre (20) aus Landsweiler-Reden. Oliver Seis (31) aus Kratzenburg blickte vor allem auf die aktuelle Situation: „Als Christen ist der Dialog zwischen den Konfessionen notwendig, diesen habe ich aber dort nicht erlebt.“ Thomas Neiß (27) aus Emmelshausen zeigte sich ergriffen von dem Besuch in Yad Vashem, der israelischen Holocaust-Gedenkstätte: „Ohne diesen Besuch wäre die Fahrt nicht vollständig gewesen.“ Daneben standen auch Besuche einer deutschen Mädchen-Schule, des Caritas-Babyhospital in Bethlehem, aber auch bei dem Weihbischof des Lateinischen Patriarchats auf dem Programm.

Bischof Ackermann bedankte sich in der Predigt der Abschlussmesse für das Geschenk und die gute Gemeinschaft: „Ich habe die Kommunität als sehr harmonisch und brüderlich im Umgang erfahren. Und auch als sehr humorvoll, das darf man auch sagen.“ Dass seine vierte Israelreise mit den angehenden Priestern stattgefunden habe, würde der Fahrt eine besondere Qualität verleihen. „Die Schar ist klein“, erläuterte Ackermann die Situation und unterstrich die Notwendigkeit der Berufungspastoral. Aber er kehre froher in das Bistum zurück und berichtete von einem Pilger, der in Tabgha zu ihm gesagt habe: „Herr Bischof, da haben Sie ja eine ganz gute Truppe!“ Bischof Ackermann ermutigte die jungen Männer, am Aufbau des Reiches Gottes mitzuwirken: „Unsere Aufgabe ist es, den Kern der frohen Botschaft zu verkünden: Gott interessiert sich für dich, für den einzelnen. Und dafür Zeuge zu sein, ist das Lohnenswerteste, für das man sich einsetzen kann.“




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